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Lisa Blog 2

Tagwache um 5 Uhr in der Früh. Lisa schaut sehr erstaunt und wundert sich, dass ich schon aktiv bin und wohl etwas mit ihr vorhabe. So kennt sie mich gar nicht. Mein Plan: im schönen Baselland mit Adrian Wirz Kirschblütenbäume fotografieren. Die Lisa ist inzwischen schon sieben Monate alt. Ihr Verhalten beim Autofahren hat sich verändert. Es ist nicht mehr so die ganz große Freude wie am Anfang. Das kann ich gut verstehen - denn wer möchte schon gerne ganz weit hinten sitzen, wenn man doch den Vordersten so gern hat? Aber die Mühe hat sich gelohnt und sie wird für die Plagen der Autofahrt mehr als belohnt. Am Ziel angekommen, versinkt sie mit Begeisterung im hohen, nassen Gras und beginnt neugierig, alles zu beschnuppern.

Ein klein wenig kritisch und aufgeweckt sah sie zu, wie wir das Stativ aufbauten. Die Anspannung am Anfang war sehr groß, denn die Lisa hat eine sehr lange Leine. Die Ungewissheit war: Kommt eine Katze oder gar ein neugieriger Fuchs? Was dann? Rennt sie dann einmal, zweimal um das Stativ, um auf die Jagd zu gehen? Okay, einmal reicht, denn dann liegt die Kamera flach. Nur welche? Die vom Adrian oder meine? Weitere Frage: Wie versteht sie sich mit Adrian? Passt ihr seine sportliche Hose oder seine Art? Ich war sehr gespannt, wie immer, wenn es mit der Lisa ernst wird. Schon bald aber merkte ich, die Lisa ist einfach ein mega süßer Hund. Und ich kenne sie jetzt schon seit zwei Monaten. Ein bisschen schnuppern hier und da und schon bald waren wir Männer uninteressant für sie. Sie setzte sich ins weiche, saftige Gras und hörte zum ersten Mal, wie die Vögel so früh zwitschern und sich die Sonne hinter dem Jura in den Himmel reckte. Um Punkt 7 Uhr klingelte dann in meiner Hosentasche mein Handy. Es war der gewohnte Weckruf und das Zeichen für Lisa - Frühstückszeit. Sie kam auf mich zu und ich musste ihren treuherzigen Augen nachgeben. Ich packte alles zusammen und gemeinsam liefen wir zum Auto zurück.

Mittags zogen die Lisa und ich weiter durch das schöne Fricktal bis hinauf zum Kaistenberg. Dort erwartete uns eine grandiose Aussicht und die Lisa hatte ihre helle Freude daran. Zum ersten Mal hat sie gegenüber beim Bauernhof Kühe gesehen und gehört. Ganz erstaunt blickte sie immer wieder hinüber.

Der Kaistenberg (501m) ist der Juraübergang im Oberen Fricktal, welcher die direkteste Verbindung zwischen Frick und Laufenburg darstellt.

Die Landschaft ist von der Landwirtschaft geprägt. Auffällig sind die vielen Hochspannungsleitungen in der Gegend, welche in die Schaltanlage von Laufenburg führen.

Kurze Eingewöhnungsphase an die Umgebung und ab ging es. Action! Sie hat sich ordentlich ausgetobt in der satten Wiese.

Nach vielem hin und her, immer auf der Jagd nach Wild und Kühen und jedem Bienchen, versank sie nach einiger Zeit müde im tiefen Gras.

„Was macht der Mensch denn nur so lange hinter dem Dreibein?“, hat sie sich sicherlich irgendwann gefragt. „Wie lange will er denn noch hinter dem Dreibein stehen und der Sonne zusehen, wie sie vom Himmel fällt?“ Plötzlich fiel ihr auf, dass ich mich über die neue Situation am Himmel freute. „Endlich steht die Sonne genau dort, wo wir sie haben wollen.“ Ihr war sonnenklar, jetzt kommt der Schlussspurt und sprang vor Begeisterung auf. Sie setzte sich dazwischen und genoss sichtlich den Sonnenuntergang.

Sie nahm aufmerksam die Geräusche der Kamera wahr und wedelte vor Freude mit ihrem Schwänzlein. Ich lachte und sie bellte vor Vergnügen. Am Schluss spielten wir dann gemeinsam in der Wiese das «Chalb» und tobten uns aus. Wir waren ganz gespannt, was bei unserem Ausflug herausgekommen ist. Eines stand fest, unser Nachtessen hatten wir uns redlich verdient.

Der Anfang der Geschichte hat mit der Lisa begonnen und der Schluss sollte nicht anders sein :-) Diese Lady ist einfach nicht müde zu bringen. Die Hasen Jagd sei eröffnet :-)

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