Insekten erobern den westlichen Lebensmittelmarkt

Für unsere Gesellschaft ist das Naschen von Insekten noch nicht Mainstream. Das kann sich dank des steigenden Trends von essbaren Wanzen und auf Grillen basierenden Snacks - wie die von Chirps, Don Bugito, EXO, Hotlix, Rocky Mountain Micro Ranch und SEEK - ändern. Es gibt sogar Hundekekse von Chippin (ja, sogar einen Grillen-basierten Scooby Snack!). Eine aktuelle Marktstudie von Meticulous Research Ltd. kommt zu dem Ergebnis, dass „der weltweite Markt für essbare Insekten bis 2030 voraussichtlich 7,96 Milliarden erreichen wird“.

Grille auf einem Blatt

Warum benötigen wir Insekten?

Die Sorge um die Ernährungssicherheit hat die Lebensmittel-Industrie dazu veranlasst, die Frage zu überdenken, woher und wie wir gesundes Protein beziehen können. Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen (UN) dokumentiert hat, „werden im Jahr 2050 auf der Erde 9 Milliarden Menschen leben“. Um diese Zahl zu bewältigen, muss die derzeitige Nahrungsmittelproduktion verdoppelt werden. Land ist knapp und eine Ausweitung der landwirtschaftlichen Nutzfläche ist selten eine praktikable oder nachhaltige Option. Die Ozeane sind überfischt und der Klimawandel und die damit verbundene Wasserknappheit könnten tief greifende Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion haben.


Insekten sind eine gesunde Alternative zu Fleisch

"Von den 1,1 Millionen Insektenarten, die Wissenschaftler identifiziert und benannt haben, sind 1.700 essbar",

berichtete die PBS News Hour. Über 2 Milliarden Menschen essen bereits Zikaden, Heuschrecken, Grillen und mehr. Die Knusprigkeit dieser Insekten kann mit der von Langusten oder Garnelen-Popcorn verglichen werden. Und so wie Sushi vor 40 bis 50 Jahren noch nicht sehr attraktiv war, so kann auch die westliche Kultur lernen, Grillen als lebensfähige Nahrungsquelle zu akzeptieren.


Grillen bieten schließlich viele Vorteile. Zum einen sind sie eine nachhaltigere Alternative zu Rind-, Lamm- und Schweinefleisch. David Glacer, Akademiker der Entomological Society of America (ESA), stellte fest, dass sich Grillen schnell vermehren, kurze Lebenszyklen haben und in der städtischen Landwirtschaft in hohen Konzentrationen ohne Antibiotika gezüchtet werden können, anders als bei gezüchteten Wirbeltieren. Und Insekten produzieren keine potenziell schädlichen Nebenprodukte. Im Gegensatz dazu finden wir auf Schweinefarmen große und giftige Flüssigkeitslagunen. Bei Hühnern kann es zu Salmonellenproblemen kommen oder beim Rind zu Krankheiten durch E. coli (Kolibakterium).


Quelle: Meticulousresearch


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