Peitlerkofel - Hruschka (VI-)

Updated: Okt 3

Und das Gefahrenpotential von Gewittern in den Bergen

 

Ein großer Klassiker mit insgesamt 18 Seillängen direkt vor der Haustür. Die Route bin ich inzwischen viele Male geklettert, aber immer noch gut in Erinnerung bleibt mir das erste mal als ich zusammen mit Hannes die Nordwand des Peitlerkofel angegangen bin.

Inzwischen ist es einige Jahre her. Rückblickend waren wir damals noch unerfahren und vielleicht auch etwas leichtsinnig unterwegs. Trotz Gewitterwarnungen für den späten Nachmittag und Abend ließen wir uns nicht von unserem Plan abbringen die Route nach der Arbeit - ich hatte Frühschicht bis 13 Uhr - zu klettern.

Wir starteten zu Mittag in Brixen und waren ca. um 15:30 Uhr beim Einstieg. Wie ich es mit Hannes gewohnt bin, kamen wir flott nach oben. Wir waren immer schon viel unterwegs und ein eingespieltes Team als Zweierseilschaft.

 

Trotzdem wurde es um uns herum immer dunkler und Gewitter zogen auf. An diesem Tag wurde unser jugendlicher Leichtsinn belohnt und wir kamen nochmal ungeschoren davon. Wir wurden sogar noch mit packenden Stimmungen belohnt, dank der unzähligen Gewitterzellen um uns herum und hatten ein beeindruckendes Naturschauspiel von einem grandiosen Aussichtspunkt vor uns, egal in welche Richtung wir uns drehten.

 

 

So zurückdenkend kann ich nur den Kopf darüber schütteln was für ein Glück wir damals hatten. Einige Jahre später kamen wir an der Rotwand nochmal knapp einem Unwetter davon, und hörten auf der Heimfahrt, dass genau dieses Gewitter, dem wir um Minuten entronnen waren, am Klettersteig ein Todesopfer gefordert hatte.

 

 

Ab diesem Moment fing das „Respektlampele“ in unseren Köpfen an zu leuchten und die Gefahr der Gewitter wurde uns erst so richtig bewusst.