Wilde Leck - Ostgrat (AD+/IV)

Updated: Sept 24

Stubaier Alpen

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Wilde Leck - 3361 mt.

Wecker um 2 Uhr früh. Eine grausame Zeit um freiwillig an einem Samstag aufzustehen anstatt im warmen Bett liegen zu bleiben. Nur wir Bergsteiger können das nachvollziehen warum wir uns das immer wieder antun.

 

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mystische Morgenstimmung

 

Es ist eine lange Fahrt und ein laaaanger Zustieg zur Wand. Zu allem Überfluss sind wir im dichten Nebel kurzzeitig dem falschen Weg gefolgt. Zum Glück haben wir den Fehler bald erkannt und lediglich eine halbe Stunde verloren.

 

 

 

Pünktlich zum Sonnenaufgang kommen wir aus den Hochnebeln die in den Tälern liegen heraus und können einen wunderbaren Sonnenaufgang genießen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich wieder ganz genau warum wir Bergsteiger uns diese Zeiten zum Aufstehen immer wieder antun. Endlich kommen wir zum Einstieg des Grates. Nachdem wir bereits fast 6km von Gries im Ötztal bis zur Ambergerhütte sowie nochmal 5km bis zum Sulzbachferner zurückgelegt hatten.

 

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Wilde Leck - Genuss am Ostgrat

Der Weg vom Gletscher über die Flanke bis zum eigentlichen Grat ist nochmal ein Geröllhaufen wo es mit jedem Schritt nach oben wieder 2 zurück geht. Aber am Grat beginnt der eigentliche Genuss. Ein wunderschöner und sehr empfehlenswerter Blockgrat führt im moderaten Schwierigkeiten zum Gipfel. Das meiste spielt sich im II. und III. Grad ab. Die Schlüsselstell ist mit IV bewertet. Allerdings gibt es in den Alpen einige wesentlich schwierigere IVer.

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Das ganze Tal für uns allein

Der Abstieg über den Südwestgrat (Abseilen über die Südwand wird aufgrund eines Felssturzes nicht mehr empfohlen) erfordert nochmal ein wenig Aufmerksamkeit. Ist aber ebenfalls eine genüssliche Angelegenheit mit ein paar kurzen Abseilpassagen.

 

Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Grat in einer Urigen und ruhigen Gegend der Stubaier Alpen. Das gesamte Tal, das als „in der Sulze“ in den Karten eingetragen ist, hatten wir komplett für uns allein. Der lange Zustieg und das frühe Aufstehen hatte sich definitiv gelohnt.

 

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Gipfelpanorama auf der wilden Leck

 

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